Mein Karateweg 3 – Ausfallmonat

Der Oktober ist um, die Herbstpause (bis 04.11.)  ist in vollem Gang und es ist Zeit einen Rückblick auf die letzten 4 Wochen zu werfen.

Ich mach nicht lange rum, der Monat war nix. Ganze 2x habe ich es zum Unterricht geschafft, bevor mich Beruf und ein Infekt ausgehebelt haben. Jetzt, wo ich wieder halbwegs fit bin ist Herbstpause. Murphys Gesetz eben.

Das Wichtigste und auch Schwierigste war es im Oktober nicht in alte Muster zurück zu fallen. Der letzte Beitrag mit der Idee einiger Anpassungen an die Morgenroutine kam nicht von ungefähr, hier ist einiges passiert.

Bevor ich im September mit Karate angefangen habe, habe ich 2-3 Jahre wirklich gar nichts gemacht – bis auf unregelmäßiges Pumpen im McFit. So sah/sehe ich auch aus und so habe ich mich auch gefühlt. Knapp über 101 kg bei etwa 1,80 m machen sich einfach bemerkbar.

des Spitzbarts Morgenroutine:

Begonnen habe ich mit den Fünf Tibetern. Mal abgesehen von dem esoterischen Bullshit und dem pseudowissenschaftlichen und biografischen Buch von diesem Peter Kelder sind die Übungen vor Allem eines: eine gute Übungsreihe um den Kreislauf ein wenig in Schwung zu kriegen und die Wirbelsäule einmal von oben bis unten zu verbiegen und geschmeidiger zu machen. Gerade für „hochgewichtige“ und „unterbewegliche“ Menschen sind die Übungen leicht genug, um sie zu machen und schwer genug, dass sie wirken…

Seit etwa Mitte Oktober, also 1,5 Monate nachdem ich damit begonnen habe, habe ich die Übungsreihe erweitert. Hinzu kommen einige Kniebeugen, Faustliegestütze, Crunches (Situps klappen ja noch nicht), der klassische Plank und etwaige Dehnübungen aus Mas Oyama’s Complete Karate Course – ein Buch, das ich wirklich empfehlen kann. Nur auf Englisch verfügbar.

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Mit dem ganzen Spaß bin ich etwa eine halbe Stunde morgens beschäftigt und derzeit auch ausgelastet… 🙂

des Spitzbarts Abendroutine

Ja, auch abends mache ich noch mal das ein oder andere… Aber kein Stress, das ist wirklich easy. Ich gehe schlicht nochmal die Dinge aus dem Unterricht durch. Schläge Tritte, Blocks, Drehungen, Wendungen und mache zum Abschluß noch mal die Katas, die ich bis dato gelernt habe. Das geht alles nebenbei… beim Zähneputzen, Spülmaschinen aus- oder einräumen, auf dem Weg ins Bett, auf die Couch, immer schön nebenher.

des Spitzbarts Wochenendroutine

Jaaaaa…. auch das Wochenende wird mittlerweile genutzt! 😀

Ich bin ein ziemlich fauler Hund und hier bin ich meiner Frau unendlich dankbar, denn sie zwingt und drängt mich auch am WE aus der Gammelei in die Aktivität. Klar, dazu gehört Überwindung, manchmal auch etwas Streit, aber das Gefühl danach ist wirklich gut!

Neben dem Zeugs morgens und abends kommt am Wochenende noch ein wirklich langer Spaziergang (etwa 1,5 bis 2 Stunden) drauf und / oder (je nach Wetterlage) die Fahrt ins McFit. Hier verlustieren wir uns dann in der Regel etwa 2,5 – 3 Stunden.

Schwierigkeiten

Ganz ehrlich? Es ist jeden Tag eine Überwindung… morgens will ich einfach länger schlafen, noch ein paar Minuten länger im Bett liegen bleiben. Es ist pure Willenskraft, die mich rausholt und die Yogamatte ausrollen lässt. Ich finde das alles hochätzend, aber ich raffe mich auf und ziehe das durch. Danach geht es mir nicht viel besser, genervt steige ich unter die Dusche und zwiebel mir danach eine heiße Zitrone und viel Kaffee rein. Erst dann fängt es an mir besser zu gehen. Ich bin noch lange nicht im Gewohnheitsmodus, das dauert – wenn man diversen Quellen glauben darf – 66 Tage, also etwas mehr als 2 Monate. Da habe ich noch etwas vor mir…

Mein Job ist ein Problem. Ich bin oftmals unterwegs, arbeite auch oft länger, als üblich und entsprechend „durch“ bin ich dann erstmal abends… aber auch im Anschluß morgens. Ohne Willenskraft geht da gar nichts.

An solchen Tagen ist der Griff zu Süßigkeiten, Chips und viel viel Essen ein Leichter und in der Vergangenheit habe ich diesen kurzen Gelüsten viel zu häufig nachgegeben. Heute nicht mehr (so häufig).

Wochenende habe ich immer, IMMER mit lange Schlafen, Gammeln, gut Essen (gehen), vielleicht etwas trinken gehen und weiter gammeln verbunden. Heutzutage die Spaziergänge und Fahrten ins McFit sind eine Quälerei! Wirklich! Aber ich mach’s! Ich bin zwar gefrustet, aber ich mach’s!

Ich habe das Gefühl, als ob dieses Karate-Ding und das harte Training zunehmend einen Funken setzen, der möglicherweise, wenn ich das länger durchziehe, meine lange verloren geglaubte Selbstdisziplin wieder entfachen könnte! Interessant!

Resultate

Um Resultate zu erzielen, muss ja eigentlich vorher ein Ziel definiert worden sein. In meinem ersten Beitrag zu diesem Thema ging es mir in erster Linie darum, ÜBERHAUPT erstmal wieder etwas zu tun – wenn man das so als Ziel sehen mag.

In der Zwischenzeit haben sich aber folgende „Wünsche“ herausgebildet:

  • Gewichtsreduktion (obwohl ich wirklich gerne und viel esse)
  • verbesserte Fitness / Ausdauer
  • mehr Beweglichkeit
  • der verdammte Bauch muss weg

In Punkto Fitness, Ausdauer und Beweglichkeit  merke ich noch nichts. Ich fühle mich immer noch genauso matsch und platt wie zuvor.

Mein Körpergewicht dagegen hat sich von irgendwas >101 kg auf etwa 98 kg eingependelt. Ich denke, wenn ich noch regelmäßiger zum Training gehen würde, wäre es noch weiter unten. Aber den Trend finde ich schon mal gut.

Mein Bauchumfang hat sich von ~106 cm auf nunmehr 98 cm zurückentwickelt. Ich gehe davon aus, dass weitestgehend irgendwelche Gase für die pralle Mulle verantwortlich sind/waren und durch die regelmäßige Bewegung der Spaß einfach besser durchtransportiert wird.

dicker Bauch

Insofern kann man also schon irgendwie von Erfolgen sprechen.

Klar, ich muss weiter am Ball bleiben und weiter zum Unterricht gehen. Im November findet in Summe 8x Unterricht statt. Mein Ziel ist es mindestens 6x im Dojo aufzuschlagen. Neben der aktuellen Arbeitssituation ein straffes Ziel.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Osu!

 

 

 

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